Das Problem verstehen
Konventionelle Plastikverpackungen basieren auf Erdöl, einer endlichen fossilen
Ressource. Ihre Herstellung verbraucht enorme Energiemengen und setzt Treibhausgase
frei. Nach kurzer Nutzungsdauer, oft nur Minuten bis Tage, verbleibt das Material
Jahrhunderte in der Umwelt. Plastik zerfällt nicht biologisch, sondern fragmentiert
in immer kleinere Partikel. Diese Mikroplastikteile wurden mittlerweile in allen
Ökosystemen nachgewiesen, von der Tiefsee bis zu Berggipfeln. Sie gelangen in die
Nahrungskette und wurden im menschlichen Körper gefunden. Marine Lebewesen
verwechseln Plastikteile mit Nahrung oder verfangen sich in Verpackungsresten.
Jährlich sterben Hunderttausende Meerestiere durch Plastikmüll. An Land verstopfen
weggeworfene Verpackungen Entwässerungssysteme und verschandeln Landschaften. Selbst
kontrollierte Entsorgung auf Deponien bindet wertvolle Flächen und Ressourcen
dauerhaft. Die Verbrennung setzt trotz Filterung Schadstoffe frei. Recycling
funktioniert nur begrenzt, da viele Plastikverpackungen aus Materialmischungen
bestehen, die sich nicht sinnvoll trennen lassen. Nach wenigen Recyclingzyklen ist
das Material zu stark degradiert für weitere Verwendung. Diese systemischen Probleme
haben Verbraucher, Gesetzgeber und Unternehmen zur Erkenntnis gebracht, dass
fundamentale Alternativen nötig sind. Nachhaltige Verpackungen aus biologisch
abbaubaren oder recycelten Materialien bieten einen Ausweg aus diesem Dilemma.
Tonnen Plastik jährlich
Diese Menge Plastik gelangt jedes Jahr in die Weltmeere und bedroht marine Ökosysteme dauerhaft mit schwerwiegenden Folgen.